Kanarische Glockenblume (Canarina canariensis, auch Canarina campanula)

Endemische Kletterpflanze, mit großen, roten Blüten

Eigenschaften

Die Kanarische Glockenblume (lokal auch als Bicácaro bekannt), ist eine Kletterpflanze aus der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Sie zieht sich während des heißen, trockenen kanarischen Sommers vollständig in ihre verdickte, fleischige Knollenwurzel zurück und treibt zu Beginn der feuchteren Monate neu aus. Ihre krautigen Triebe werden mehrere Meter lang und klettern gern an Hängen und Mauern.

Standort

Bevorzugt halbschattige bis schattige Plätze mit durchlässigem und leicht feuchtem Boden und Lagen zwischen 300 und 1.000 Metern über dem Meeresspiegel.


Verwendung

Nach der Blüte bildet sie eine fleischige, orange-gelbe große Beere aus, die essbar ist und süßlich schmeckt. Wir empfehlen aus eigener Erfahrung ein wenig Vorsicht beim Probieren – Matthias hatte den ersten allergischen Schock seines Lebens. Aber das sind individuelle Erfahrungen und jede unbekannte Frucht sollte eh erst einmal angetestet werden.

Beobachtungen

Wir haben die Campanula vor zirka drei Jahren bei uns angepflanzt. Sie war anfangs klein und unscheinbar und ist dann aber sehr gewachsen. Nicht nur die langen dünnen Triebe haben sich verbreitet, sondern auch die superhübschen Blüten, die wie Kelche aus einem Märchen aussehen, sind viel größer geworden. Im Sommer wenn es trocken und heiß wird, zieht sich die Pflanze komplett zurück. Die oberirdischen Triebe vertrocknen, und sie überdauert die heiße Jahreszeit als fleischige Knollen-/Speicherwurzel unter der Erde. Offenbar lieben die kleinen Vögel und die Geckos ihren Nektar und übernehmen auf diese Weise die Bestäubung.