Hottentottenfeige (Carpobrotus edulis)

Robuster Bodendecker aus Südafrika

Eigenschaften

Die Hottentottenfeige, auch bekannt als Essbare Mittagsblume oder Hexenfinger, ist eine nahe Verwandte der Eisblume. Sie wächst kriechend. Ihre meterlangen Triebe bilden dichte Teppiche. Sie hat fleischige, dreikantige Blätter, die ihr als Wasserspeicher dienen. Bei uns blüht sie in in Gelb und Rosa. Sie wird als Bodendecker und zur Stabilisierung von Hängen eingesetzt.

Standort

Absolut vollsonnig, hitze- und windverträglich. Mag sandigen, durchlässigen und nährstoffarmen Boden. Trockenheitsresistent. Hohe Salzgehalte im Boden machen ihr nichts aus.


Verwendung

Der Saft der Blätter wirkt kühlend und antiseptisch. Er wird traditionell bei Insektenstichen, Sonnenbrand, leichten Hautentzündungen und Wunden eingesetzt und hat hier offenbar Ähnlichkeit zur Wirkung der Aloe vera. Man soll die Blätter geschält roh essen können. Haben wir aber noch nicht ausprobiert. Die Hottentottenfeige soll Früchte produzieren, die süßlich-sauer bis salzig schmecken und aus denen man Marmelade machen kann. Unsere Pflanzen hatten bislang keine Früchte, aber die Blüte schmeckt auch sehr gut …

Beobachtungen

Die Pflanze gilt in Südeuropa und Kalifornien als invasive Art. Aber nun – jede Pflanze sucht sich ihren Lebensraum. Unsere Finca hat sie bisher nicht überwuchert, sondern sie deckt auf angenehme Art trockene Flächen ab. Manchmal vertrocknet sie, wenn es lange nicht regnet. Dann sieht sie nicht mehr so hübsch aus. Und wenn es dann wieder regnet schiebt sich eine neue Schicht über die vertrockneten Pflanzen und alles ist wieder gut …