Kalanchoe daigremontiana (Brutblatt)

Sukkulente Pflanze aus der Familie der Dickblattgewächse

Eigenschaften

An den Rändern der länglichen Blättern wachsen kleine Brutpflänzchen, die bei der kleinsten Berührung abfallen. Bei diesem Vorgang pflanzt sich diese Pflanze fort. Die Kalanchoe daigremontiana enthält komplexe Wirkstoffe, darunter herzwirksame Bufadienolide, die toxisch/giftig wirken können aber richtig angwendet ein großes Heilpotential besitzen.

Standort

Ein sonniger bis halbschattiger Standort mit durchlässigen Boden ist ideal. Die Kalanchoe daigremontiana braucht wenig Wasser und verträgt Hitze gut.



Verwendung

Nach einigen Versuchen die Blätter zu essen um ihre Wirkung zu spüren sind war nun etwas vorsichtiger geworden. Schmecken tun die Blätter relativ gut aber ihre Wirkung war nie gleich. Es scheint so zu sein, dass jede einzelne Pflanze – auch wenn sie eine Kalanchoe daigremontiana ist, sehr unterschiedliche Mengen diverser Inhaltsstoffe besitzt. Mal hatte der Genuss eines Blattes eine stark beruhigende Wirkung und ein anderes Mal genau das Gegenteil.

Verwandte Arten wie Kalanchoe pinnata (auch bekannt als Goethe-Pflanze oder Bryophyllum pinnatum) sind diesbezüglich “stabiler”, wenn man sie selber verwenden möchte. Die Kalanchoe pinnata wird in der Homöopathie und Naturheilkunde (z. B. bei Weleda) vor allem in der Frauenheikunde verwendet. In manchen Kliniken wird sie auch bei vorzeitigen Wehen eingesetzt.

Bei der Kalanchoe daigremontiana ist wegen ihrer toxischen Anteile Vorsicht geboten.
 Sie gewinnt als pfanzliche Alternative aber immer mehr medizinische Bedeutung und kommt inzwischen auch wissenschaftlich erforscht zum Einsatz bei Herpes und Wundheilung. Äusserst interessant ist die tumorhemmende Wirkung bei verschiedenen Krebsarten. Dies wurde zwar bisher nur im Labor belegt, deutet aber darauf hin, dass diese Pflanze eine potentielle Alternative zur Chemotherapie sein könnte.

Beobachtungen

Eigentlich sollen die abgefallenen Brutpflänzchen direkt neu wurzeln. Die Pflanze wird deswegen als invasiv eingestuft. Das können wir nicht bestätigen. Nach einer wunderbaren Blüte im vergangenen Jahr und dauerhafter Präsenz an mehreren Stellen ist sie z.B. zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags kaum noch auffindbar. Deswegen haben wir sie zur Sicherheit auch mal in einen Topf gepflanzt. Aber wir sind uns sicher, dass wir sie bald auch wieder an vielen Stellen im Gelände bewundern können.